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Ein Passivhaus entsteht – hoffentlich.

Es war einmal vor etwa 3 Jahren, als sich 2 Menschen entschlossen ein Haus zu kaufen.
Die Zeit verging, aus einem Haus wurde „vielleicht auch ein Grundstück“, daraus wurde „vielleicht auch ein Grundstück weiter draußen“ und daraus wurde dann schließlich „ein Grundstück, wenns denn sein muss auch mit Passivhauspflicht“.
Die Lage passt, das Baugebiet „zero:e park“ in Hannover Wettbergen liegt nett zwischen Hemmingen und Ricklingen. Am Stadtrand, aber doch noch städtisch genug für den täglichen Weg zur Arbeit.

Der Bebauungsplan ist überraschenderweise recht offen gehalten – wenn man sich verpflichtet ein Passivhaus zu bauen, ist die Stadt wesentlich entspannter in ihren Vorschriften! 🙂
Fast alle Punkte der Wunschliste werden erfüllt:

  • die GRZ ist mit 0,4 zzgl. der sonst oft ausgeschlossenen Überschreitungsmöglichkeit für Garage und Zufahrt um 50% (oft GRZ I + II genannt) großzügig dimensioniert
  • Dachform und Fassadengestaltung sind nicht vorgegeben, lediglich die Dachfarbe ist festgelegt
  • es müssen auf den meisten Grundstücken zwei Vollgeschosse gebaut werden (2,5 sind auch erlaubt), die Höhe ist dabei durch eine Hüllkurve festgelegt, nicht mit einer absoluten Höhe
  • und auch das ist wichtig – trotz der relativen Planungsfreiheit, passen die bereits gebauten Häuser im Baugebiet gut zusammen und ergeben ein harmonisches Bild

    Darstellung der Höhenbegrenzung, Quelle www.zero-e-park.de

    Darstellung der Höhenbegrenzung, Quelle http://www.zero-e-park.de

In einem Baugebiet, das sich besondere Energieeffizienz auf die Fahnen geschrieben hat, gibt es natürlich auch einige Vorgaben in Umweltfragen. So z.B. die Entwässerung über ein Mulden-Rigolen-System, die Verpflichtung zum Passivhausstandard (mit empfindlichen Vertragsstrafen versehen), Gründächer auf Nebengebäuden mit Flachdach usw.
Diese schränken die Planung aber nur geringfügig ein und sind damit kein Hinderungsgrund.

Natürlich sind die wirklich interessanten Grundstücke schon weg, zur Wahl stehen noch 3 Grundstücke mit Süderschließung.
Eins ist zu teuer, eins liegt eigentlich zu dicht an der Erschließungsstraße und eins hat eine mysteriöse Aussparung an der Ostseite, gefällt aber von der Lage am besten und wird reserviert.

Die Frage Bauträger oder Architekt stellt sich im Bauing-Haushalt nicht ernsthaft, die halbherzigen Musterhausbesichtigungen zeigen auch schnell – ein Architekt muss her!
Über Empfehlungen ist der auch schnell gefunden, Brinkmann&Jaspers sollen das Haus planen und den Bau begleiten.

Uns haben im Rahmen der ersten Planungs- und Findungsprozesse einige detaillierte Baublogs im Internet weitergeholfen und tolle Ideen geliefert.
Deshalb haben wir uns entschlossen, unseren Bau ebenfalls öffentlich festzuhalten.

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6 Kommentare zu “Home

  1. Hey,

    mein Glückwunsch zu eurem tollen Zerocube.Finde es echt super👍.Hab mal eine Frage zu der E 73 von Warema.Seid ihr zufrieden mit der Lamelle bzw dunkelt sich schön ab?Wir haben bedenken das eine dunkele Lamelle im geschlossenen Zustand das Fenster wie ein schwarzes Loch wirken lässt und die 73 er einen sehr geringen Abstand in der offenen Stellung hat und man dadurch keine gute Sicht nach draußen hat.Habt ihr RAL 7016?Wäre sehr dankbar über ein paar Bilder oder ein Kommentar.

    Gruß Paule& Silke

  2. Hallo,

    also mit den Raffstoren sind wir sehr zufrieden. Sie dunkeln sehr stark ab, aber im Bereich der Führungsschiene kommt immer noch ein wenig Licht durch. D.h. bei Sonnenschein ist es nicht vollkommen dunkel, sodass die Lamellen eigentlich noch sichtbar sind. Ist schwierig zu beschreiben, der Verdunklungseffekt reicht für unsere Belange (Projektor) auch bei Sonnenschein mehr als aus, es ist aber nicht so, dass der Raum vollkommen finster wird. Wie ein schwarzes Loch werden die Lamellen also nicht wirken 🙂
    In offener Stellung kann man sehr gut nach draussen sehen. Die Farbe steht leider nicht direkt in den Unterlagen, es müsste aber RAL 7016 sein.
    Bilder mache ich bei gutem Wetter noch mal die Tage …
    Wichtig zu wissen ist, dass die Raffstoren sehr windstabil sind, aber bei Wind auch ein wenig klappern. Ist meisterns nicht sehr schlimm und bei Raffstoren halt systembedingt.

  3. Hallo, ein sehr schönes Haus! Die Treppe mit dem Glasgeländer und dem Einbauschrank gefällt uns sehr gut. Können Sie einen groben Kostenrahmen nennen, bevor wir allzu euphorisch auf die Handwerker zugehen? Gern auch in einer persönlichen Nachricht. Das wäre großartig.

    • Hallo,

      das Thema Glasgeländer war sehr schwierig, da es nicht von allen Treppenbauern angeboten wird. Die Angebote lagen so zwischen 10-15T€. Der Schrank hat dann auch nochmal 6T€ gekostet. In unserem Fall haben wir Treppe (Stahlbauer) und Schrank (Tischler) getrennt, was im nachhinein vielleicht keine so gute Idee war, da die kleinen Verlängerungen der Treppe auf der Aussenseite Glasgeländer nur aufgeklebt sind. Es wäre sicher besser gewesen, das Ganze aus einer Hand zu nehmen, der Tischler hatte eine entsprechendes Angebot auch für die Treppe gemacht (hier wäre aber die Tragkonstruktion der Treppe aus Holz gewesen, was uns aus verschiedenen konstruktiven Gründen nicht gefiel).
      Im Endeffekt hat das Ganze schon überproportional viel Zeit, Geld und Nerven gekostet 🙂

  4. Hallo, erstmal Glückwunsch noch zu Eurem Haus! Ich hab mal eine Frage zur Wärmepumpe. Wie hoch ist denn Eure errechnete Heizlast für Euer Haus?
    Wir bauen gerade ein KFW 55 Haus, mit zwei Vollgeschossen und 180 m² Wohnfläche und KWL mit Wärmerückgewinnung . Unser Energieberater, der für die KFW die Sache begleitet, hat eine Heizlast von 5,4 kW errechnet und wir nehmen auch auf sein Anraten die Stiebel Eltron WPC 05 cool. Hätte bei Euch auch eine kleinere WP gereicht, oder sind wir mit unserer zu knapp ran gegangen?

    Gruß Carsten

    • Hallo, bei einem Passivhaus ist die Gebäudeheizlast nicht der bestimmende Faktor, der Energiebedarf zur Warmwassergewinnung ist höher. Die berechnete Norm-Gebäudeheizlast ist 2,88 kW, der Warmwasserbedarf liegt dagegen bei 4,6 kW. Die WPC04 hätte mit 4,77kW Wärmeleistung für die Warmwasserbereitung theoretisch gerade so eben auch gereicht. Wir haben uns aber auf anraten des Fachplaners für die WPC05 entschieden, da er der Meinung war, dass man lieber etwas Reserve haben sollte als zu knapp zu planen. Die höhere Kälteleistung war uns ebenfalls wichtig. Bei eurer Heizlast ist die WPC05 mit 5,82 kW Wärmeleistung auf jeden Fall die richtige Wahl.

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